Holzwurm überlebt Containerbegasung

admin 31. Januar 2010

Allgemein ist vielleicht bekannt, dass Holzprodukte die aus Drittländern importiert vor Ihrer Einfuhr nach Deutschland begast werden. Die sog. Container Begasung soll dazu beitragen, Ungeziefer und Schädlinge abzutöten und somit die Gefahr auszuschließen, dass unliebsame Fahrgäste wie z.B. Holzwürmer ins Land geschleust werden. Es hat sich jedoch kürzlich herrausgestellt, dass ein bestimmte Holzwurmart diese Begasung völlig unbeschadet übersteht und zwar immer dann, wenn sich die Holzwürmer noch im Larvenstadion befinden.  Das Fatale an dieer Erkenntnis ist, dass es bis zu einem halben Jahr dauern kann bis die kleinen Hungermäuler anfangen munter zu werden und Ihren Hunger nach Holz stillen wollen. Ein großer Importeur berichtet uns kürzlich von seiner Entdeckung und wir waren recht erstaunt über diese noch sehr unpopuläre Erkenntnis. Weideprodukte werden heute zu einem Großteil importiert, da leider kaum jemand bereit ist für inländische Produkte rund 40% mehr zu bezahlen oder seine Geldbörse es vielleicht auch nicht zulässt. Wir merken dies auch an den Verkaufszahlen unsere Weideprodukte wie z.B. bei Kaminholzkörben oder einfache Wäschekörben während ein importierter Kaminholzkorb aus Weide im Schnitt rund 50,-€ kostet, schlägt sein deutsches Pendant mit rund 80,-€ zu Buche. Obwohl die Qualität nicht zu vergleichen ist und wir in den Produkten darauf hinweisen “Deutsches Produkt”, verkaufen wir doch weitaus mehr von den günstigen Alternativen aus Drittländern. Ich wollte jetzt in diesem Artikel aber nicht zu weit abschweifen und wieder zurück auf das Thema Container Begasung kommen. Es hat sich herrausgestellt, dass nur eine Verfahrensweise auch die Holzwurmlarven abtöten kann, es handelt sich dabei um das sog. Heißluftverfahren (Thermische Verfahren). Man muß wissen, dass all die kleinen Holzzerstörer recht emfindlich auf Hitze reagieren, ab etwa 55 Grad wird durch das zerstören ihres körpereigenen Eiweisses der Tot herbei geführt. (Quelle http://www.holzfragen.de/seiten/heissluft.html )

Vorteile des Heißluftverfahrens:

- Container werden unter vollständigem Verzicht auf chemische Holzschutzmittel von Insekten und Schädlingen befreit.

- keine gesundheistschädlichen Emissionen

- keine Belastung der Ozonschicht

Im Klartext, Container werden bei ihre Ankunft im Hafen ausgeladen und die Produkte in Heißluftkammern für einen festgelegten Zeitraum untergebracht. Die heiße Luft tötet quasi alles was da noch so kreucht und fleucht.  Nachteil ist natürlich wieder das diese Vorgehensweise mit höheren Kosten verbunden ist und somit nur wenige Impoteure bereit sein werden diese Verfahren anzuwenden und zwar genau so lange bis es vom Gesetz vorgeschreiben wird.

Muß man Angst haben wenn ich Produkte kaufe die nicht so behandelt wurden ?

Grundsätzlich zunächst einmal nicht, uns ist bisher nur ein Fall bekannt (innerhalb von 40 Jahren) bei dem es in einer Lagerhalle eines großen Importeures duch importierte Produkte zu einem Holzwurmbefall gekommen ist. Dieser Befall konnte durch das Heizluftverfahren relativ schnell und erfolgreich bekämpft werden. (Ja das Heißluftverfahren kann auch in Lagerhallen und Wohnungen nachträglich angewendet werden, dafür gibt es spezielle Fachfirmen, einfach mal googeln. Im Privatbereich ist uns bisher noch kein Fall bekannt bei dem es zum Holzwurmbefall durch importierte Korbwaren gekommen ist. Die Begasung ist eben zu 99% auch recht erfolgreich sonst dürfte sie nicht angewendet werden.

Woran erkennt man ob Produkte mit diesem Verfahren behandelt wurden ?

Das ist recht einfach, alle Produkte die mit dem Thermischen Verfahren gegen Schädlinge behandlet werden, erkennt man an dem blauen Engel:

Blauer Engel

Blauer Engel

Wir werden in Kürze alle Produkte in unserem Shop entsprechend kennzeichnen die mit diesem Verfahren behandelt worden sind und hoffen, dass immer mehr Kunden auf diese Symbole acht geben wenn es um den Kauf von importierten Korbwaren geht.

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